„Stars sind doch öffentlich, also darf man sie verwenden. Oder?“ Noch nicht einmal im regulierten Deutschland gibt es verbindliche Gesetze, die die kommerzielle Verwendung von Personen des öffentlichen Interesses regeln, da hier unterschiedliche Rechtsbereiche aufeinander treffen: Meinungs- und Pressefreiheit vs. die Rechte auf Privatsphäre und am eigenen Bild. Aber es gibt zahlreiche Fallbeispiele, die eine Art Regel erkennen lassen:

Wenn Personen, die aufgrund von Ansehen, Amt, Fähigkeiten oder Taten bekannt sind (wie Politiker, Künstler, Schauspieler, Sportler), im Kontext ihrer Bekanntheit in Bild und Ton verwendet werden, steht das öffentliche Interesse an Informationen über dem Interesse der entsprechenden Person an Privatsphäre.

Wenn also George Clooney nebst Gattin über den roten Teppich schreitet, darf die Szene zur Illustration des Themas George Clooney als Schauspieler genutzt werden (redaktionell).
Wenn dieselbe Szene aber verwendet werden soll, um ihm z. B. die Vorliebe für eine bestimmte Zahnpasta „in den Mund zu legen“ (kommerziell), wird Herr Clooney womöglich etwas dagegen haben. Ganz sicher wird er etwas dagegen haben, wenn man einen zufällig gefilmten Ehekrach veröffentlichen wollte (Intimsphäre!). Falls der gefilmte Ehekrach nun zufällig auf dem roten Teppich stattfand – nun, das ist wieder ein andere Geschichte …

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