Tod in Venedig

Jeder Mensch hat ein Recht am eigenen Bild, das ihn vor einer unerwünschten Veröffentlichung schützt. Dieses Persönlichkeitsrecht einer im oder Standbild abgebildeten Person ist vor Verwendung stets zusätzlich zum zu klären. Hierbei gilt die Rechtslage des Landes, in dem die Person lebt, nicht, wie beim , die Rechtslage des Landes der geplanten Verwendung. Aber was ist nach dem Ableben der abgebildeten Person?

Das hängt davon ab, wo und wann die abgebildete Person verstorben ist. Wo? Die Regelung richtet sich nach dem Land, in dem der Verstorbene lebte, was nicht identisch mit der Nationalität oder dem Wohnsitz sein muss. Wann? Fast jedes Land hat andere Fristen, in denen die Angehörigen eines Verstorbenen der Veröffentlichung zustimmen müssen: bei Tod in sind es zehn Jahre, in können sie bis zu 80 Jahre nach dem Tod intervenieren. In , und Japan gibt es gar keinen postmortalen Bildnisschutz, ebensowenig in . In Kalifornien dagegen sind Bildnisse 70 Jahre geschützt, in Indiana sogar 100 – jeder US-Staat hat eigene Regelungen.

Und was ist nun bei Tod in Venedig? Wie das manchmal so ist in der Juristerei, gibt es hierzu keine eindeutige Antwort. Theoretisch gilt in wie in : der Bildnisschutz ist nicht befristet. Je nach Verwendungsart und -umfang gibt es allerdings Wege, eine aufwändige mit weitreichenden Verwandtschaften zu umgehen. Da dies allerdings von Fall zu Fall behandelt werden muss, kümmern wir uns individuell darum und beraten Euch gerne.

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