Die Weltausstellung von 1958 in Brüssel, die erste nach dem Zweiten Weltkrieg, ist mit über 45 Millionen Besuchern ein Massenereignis. Ihr Thema lautet: „Bilanz der Welt für eine menschlichere Welt“. Die Boomjahre der 50er stehen für den Durchbruch der modernen Konsumgesellschaft in Westeuropa, Vorbild und Schrittmacher dabei sind die USA.

Die Vereinigten Staaten präsentieren sich in einem transparenten und schwebenden Pavillon, dessen moderne Architektur selbst bereits Metapher für die moderne Gesellschaft ist, die die Nachkriegszeit erfolgreich überwunden hat. In einem großen Circarama (Rundumkino) wird ein Dokumentarfilm mit dem Titel „America the Beautiful“ gezeigt. Die später mit einem ausgezeichnete Filmregisseurin dreht weitere 25 Kurzfilme, die in der Ausstellung zu sehen sind. Die Filme verdeutlichen die Ausstrahlungskraft des „American Way of Life“.

Das Motto der Amerikaner in Brüssel ist „Eine Gesellschaft im Wandel“. Amerika präsentiert nicht nur seine Erfolge, sondern scheut sich nicht, auch soziale und kulturelle Probleme zu thematisieren. Immer unter dem Gesichtspunkt, dass der gesellschaftliche Fortschritt das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen freier Bürger sei, diese Probleme zu lösen.

Da Amerika in Allem zehn Jahre Vorsprung hat, wird der „American Way of Life“ Vorbild.

Es geht auch um ein Lebensgefühl. Während Jugendliche die Musik von Bill Haley und Elvis Presley hören, begeistern sich die Erwachsenen für das Reihenhaus, die Einbauküche, die Westinghouse Spülmaschine und die Hollywoodschaukel. “Life, liberty and the pursuit of happiness“ sind Elemente des amerikanischen Traums, die eine enorme Dynamik entfalten.

In Brüssel treten Entertainer wie Jayne Mansfield, Harry Belafonte, Mitzi Gaynor, Art Linkletter, Benny Goodman und die Harlem Globetrotters auf. Sie sind die Botschafter eines relaxten Lebensgefühls.

Die verschiedenen Filme zeigen das Vorbild Amerika und seine Rezeption in . Als Texte dienen zeitgenössische und heutige Betrachtungen. Impressionen aus kontrastieren damit und verbinden die amerikanischen Themen mit unserer Realität.