Am Abend des 8. November 1923 putscht die NSDAP im Bürgerbräukeller in gegen die bayerische Regierung und die deutsche Republik. Das Ziel Hitlers war, als Anführer eines Marsches von auf Berlin die Demokratie in zu beseitigen. In diesen Ziel wußte er sich mit maßgebenden Führern der bayerischen Regierung wie Gustav von Kahr einig. Hitler kann tatsächlich noch im Bürgerbräukeller von Kahr und andere zur Unterstützung seines Vorgehens gewinnen. Aber er hatte nicht mit dem entschlossenen Widerstand des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Franz Matt von der Bayerischen Volkspartei gerechnet, der noch in der Nacht republiktreue Polizeieinheiten und das Militär in Stellung bringen kann. 

Am Morgen des 9. November wollten die Putschisten mit einem Marsch von einigen tausend schwerbewaffneten SA Leuten aus der Münchner Altstadt zum Kommandobüro der Reichswehr in der Schönfeldstraße die Entscheidung erzwingen und die Machtübernahme Hitlers und des Ex Generals Ludendorff besiegeln. Doch es kommt zu einer Schießerei mit der bayerischen Polizei, die am Münchner Odeonsplatz Stellung bezogen hat. Vier Polizisten und 16 SA Putschisten kommen direkt an der Feldherrenhalle ums Leben. Die Hitler Anhänger suchen das Weite und der Putsch scheitert kläglich.

Der Tag des 9. November prägt die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts wie kein anderer Tag des Jahres. Es ist das Datum der Proklamation der Republik 1918 durch Philipp Scheidemann am Berliner Schloss. Es der Tag des noch vergeblichen Hitlerputsches  gegen die Weimarer Republik. Am 9. November 1938 veranstalten die 1933 an die Macht gekommenen die Novemberpogrome gegen deutsche Mitbürger jüdischen Glaubens. Der 9. November 1989 schließlich markiert den Fall der Mauer in Berlin und den Sieg der ersten friedlichen Revolution in Deutschland. Alle Ereignisse sind folgerichtig politisch verbunden und markieren Erfolge und Niederlagen im Kampf um Demokratie, Recht und Freiheit.

Unser Film versucht mit zu bayerischer Marschmusik geschnittenen seltenen historischen Aufnahmen aus der Frühzeit der NS Bewegung das Gebräu aus Bierdunst, Uniformen und Marschmusik zu visualisieren das die Nazibewegung in ihrer Frühzeit ausmacht. Sensationelle Originalfarbaufnahmen vom 28. Mai 1945 zeigen den Odeonsplatz noch mit der von der NSDAP an der Feldherrenhalle angebrachten Gedenktafel für ihre Opfer von 1923. Auf den Sockel der Feldherrenhalle haben unbekannte Münchner geschrieben:

„K.Z. Dachau – Velden – Buchenwald. Ich schäme mich daß ich ein Deutscher bin.“

SB