Der technische Fortschritt ist unaufhaltsam – doch oft reizen Menschen aufgrund wirtschaftlicher Interessen die Grenzen der Natur zu weit aus. Nicht selten kommt es dann zu katastrophalen Folgen. Eines der tragischsten Ereignisse in diesem Zusammenhang jährt sich heute zum 50. Mal: die am Stausee von Vajont am 9. Oktober 1963, die auch von der UNESCO als mahnendes Beispiel angeführt wird.

Das Aufstauen des Stausees Vajont im Nordosten Italiens führte zu einem Bergrutsch in den See, die daraus entstandene Flutwelle zerstörte das Städtchen Longarone und zahlreiche benachbarte Orte. Die Zahl der Toten wird auf 2000 geschätzt, bis heute weiß man es nicht genau.

Gebaut wurde die Staumauer zwischen 1956 und 1960 um die Stromversorgung Venedigs zu sichern. Bereits vor und auch während der Bauarbeiten gab es einige natürliche Vorfälle und Experten, die vor einer Katastrophe warnten. Sie wurden nicht gehört.

Leider hat man aus solchen Vorfällen bis heute nur wenig gelernt. Die nächste drohende Katastrophe globalen Ausmaßes könnte der Klimawandel und die Veränderung der Meere sein – auch in unserer Branche ist deshalb dringend ein Umdenken angesagt!